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Bis 1935 fuhr Adolf Ralph Roese weiter erfolgreich Motorradrennen. Ab 1934 stieg er auch auf den Rennwagensport um. Er fuhr in der 1,5 Liter und 2,0 Literklasse mit überragendem Leistungen und überraschte die gesamte Fachpresse mit dem Kunststück, daß nur wenige Motorsportler schafften, auf zwei und auf vier Rädern Deutscher Meister zu werden. Für die damalige Zeit war es unumgänglich, dem Regime anzugehören, um dadurch erfolgreich an nationalen und internationalen Rennen teilnehmen zu können. So kam es, daß Ralph Roese 1938 nach vielen großartigen nationalen und internationalen Rennerfolgen als Werks- und Privatfahrer auch für das NSKK-Team startete. Siege beim Großen Preis von Belgien in Antwerpen, beim Grenzpreis von Chimay/Frontieres (B) oder bei den 24 Stunden von Spa wurden eingefahren, auch in Hockenheim, auf dem Schottenring und auf dem Nürburgring kam die gesamte Konkurrenz nicht an ihm vorbei. Während seiner Zeit als Rennfahrer wurden die großen Erfolge und sportlichen Leistungen durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges zwangsläufig unterbrochen. Somit wurde er, wie auch viele andere große Rennfahrer seiner Zeit, um die Chance gebracht, an die Weltspitze zu fahren.
1939 verstarb seine geliebte Mutter, genau in dem Jahr, als er die Deutsche Meisterschaft in der 1500 ccm Sportwagenklasse erreichte.
Seine überragenden Leistungen mit dem gesamten BMW - Team bei der Mille Miglia 1940 sollten für eine lange Zeit der letzte große Erfolg für ihn sein. Es dauerte fast 8 Jahre (1940 – 1948) bis Ralph Roese sich wieder hinter das Steuer eines Rennwagens setzen konnte und um Punkte und um die Meisterschaft zu kämpfen. In der Zwischenzeit war der Zweite Weltkrieg in vollem Gange und Ralph Roese war als Kraftfahrobermaat d.L. der Marine in Frankreich stationiert.
Während seiner Dienstzeit in Frankreich entstand eine innige Freundschaft zu seinem Kameraden und Rennfahrerkollegen Georg "Schorsch" Meier, der ebenfalls in Frankreich stationiert war, die bis zum tragischen Tod von Ralph Roese bestand hatte. Georg Meier schätzte Ralph Roese nicht nur wegen seiner überragenden sportlichen Erfolge, sondern gleichermassen wegen seiner selbstlosen Art, ohne große Worte, Menschen zu helfen, zu fördern und seine unzählig vorhandenen Beziehungen zu nutzen. Georg Meier stellte nach Ralph Roeses Tod in einem Brief an die Familie Roese als besonders heraus, daß während der Dauer dieser Freundschaft es niemals auch nur eine Unstimmigkeit oder Meinungsverschiedenheit gegeben habe.
Nach dem Krieg versteckte sich Ralph Roese, wie viele andere Rennfahrerkollegen auch, in dem amerikanisch besetzten Bayern, um sich der Inhaftierung als ehemaliger Soldat zu entziehen. 1946 verbrachte Ralph Roese einige Zeit mit seinem Rennfahrerkollegen und ebenfalls guten Freund Heinz Mölders in Kufstein. Ca. 1948 zog Ralph Roese nach Aldekerk, Kreis Kempen-Krefeld und lebte dort in der Rheinstrasse 32 bis zu seinem tragischen Tod am 08. Februar 1950.
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